Humor,  Roman,  Romantik

Mein geliehenes Herz

Bewertung:
3.4/5

Zusammenfassung vom Buch:

Marlowe Jensen hat ein neues Herz bekommen und eigentlich sollte jetzt alles gut sein. Doch die Frage, wem sie das zu verdanken hat, lässt sie nicht los. Und so macht Markow sich auf die Suche nach der Familie ihres Spenders und findet schließlich seine Schwester. Die beiden freunden sich an, doch Marlowe verschweigt, wer sie wirklich ist. Je länger sie schweigt, desto schwieriger wird es, die Wahrheit zu sagen.Und dann ist da noch Leo von nebenan, der ihr Herz aus ganz anderen Grund zum Stolpern bringt.

Meine Zusammenfassung und meine Rezension:

Marlowe hat eine Herztransplation aufgrund eines angeborenen Herzfehlers hinter sich. Sie hat überlebt. Sie darf weiter leben. Doch der Gedanke an ihren Spender lässt sie nicht los. Das Gefühl, dass das Herz nicht zu ihr gehört, hält sie nachts vom Schlafen ab. Nachdem die Familie ihres Spenders auf keinen ihrer Briefe geantwortet hat, beschließt Marlowe ein Mädchen aufzusuchen, das sie im Internet gefunden hat. Carmen Casteljeo könnte die Schwester ihres Spenders sein. Doch nicht nur damit hat Marlowe zu kämpfen. Sie muss sich auch noch durch einen verrückten und ereignisreichen Alttag kämpfen. Mit täglichen Streitereien mit dem Metzgerjungen von nebenan, mit ihrem verkleidungssüchtigen Bruder und ihrer Veganer-Mutter, die sich über jeden Schritt und jeden Atemzug des Metzgers von nebenan aufregt, hat Marlowe es nicht immer leicht. Doch wie soll sie gleichzeitig die Freundin von Carmen und neben bei auch noch diejenige sein die ihr nicht erzählen kann das das Herz ihres verstorbenen Bruders im Brustkorb ihrer besten Freundin pulsiert?

Kein Must- Read- Buch! Als ich das Buch angefangen hatte, lagen meine Erwartungen anders. Ich dachte mir, ich erfahre vielleicht ein bisschen mehr, wie es bei einer Herztransplantation abläuft, vielleicht etwas medizinisches in eine Liebesgeschichte verpackt. Teilweise hat das Buch diese Erwartungen auch erfüllt. Es war spannend zu erfahren, dass die Patienten das Herz mental nicht als ein Teil ihres Körpers ansehen und auch nicht als das akzeptieren können. Auch die Suche nach dem Spender, fand ich sehr schön. Doch die Liebesgeschichte kam erst später und wurde nicht ausführlich behandelt, was ich mir gewünscht hätte. Die Themen wurden mit einem Humor angegangen, den ich nicht immer passend und auch nicht wirklich witzig fand. Ein paar mal musste ich über das Buch grinsen, doch das war es auch schon. Der Humor wirkte meist erzwungen und erfüllte damit nicht ganz seine Wirkung. Bei Kelly Orams Romanen habe ich mehr in einem Kapitel gegrinst als in diesem ganzen Buch zusammen und hier wurde fast auf jeder Seite ein Witz gemacht, die nicht immer für einen Lacher zu haben waren. Was die Themen anging fand ich das das Buch ziemlich offen für alles war. In diesem Roman wurde sowohl Homosexualität als auch das vegane Leben und das Gefühl nach einer Herztransplantation mit eingearbeitet, was ich sehr schön und aufschlussreich fand. Dadurch das, das Buch aus der Sicht einer Veganerin erzählt wird, werden einem andere Blickwinkel erläutert und eröffnet, auch das Marlowes beste Freundin eine Lesbe war und das Marlowe keinen negativen Gedanken daran verschwendet hat fand ich echt gut. Der Schreibstil war okay. Packend aber nicht immer spannend. Das Buch hatte seine Längen, doch am Ende des Buches sah man viele Dinge aus anderen Augen. Zum Beispiel wer hat jemals einen Gedanken an die Patienten verschwendet, die mit einer Herztransplantation klar kommen müssen. Man dachte immer: Ja, super, die haben ein Herz, jetzt ist alles für sie vorbei. Doch so ist es eigentlich gar nicht. Auch über Veganer habe ich nie wirklich nachgedacht, doch die Argumente zu einem zu werden waren gut. Am lustigsten fand ich die Streitereien zwischen Marlowe und den Metzgerjungen Leo. Den der Veganer Laden von Marlowes Mutter hatte direkt neben einer Metzgerei aufgemacht. Nun stellt euch mal die Dialoge zwischen einer überzeugten Veganerin und einem Jungen der seinem Vater dabei zusieht wie er Tiere schlachtet vor. Nun noch einmal zur Protagonistin: Marlowe ist sympathisch, kreativ, hat einen eher affigen Humor und manchmal ist sie ein bisschen abgedreht, was ich aber nicht weiter schlimm fand, da es ihr eine Einmaligkeit verlieh. Mein Fazit bei diesem Buch wäre ein glattes OKAY. Nicht fesselnd, dauernde Wiederholungen, erzwungener Humor, aber wichtige Themen die ich bis jetzt noch nicht alle in einem erlebt hatte, die aber besser behandelt werden könnten. Trotzdem ein Buch das einem die Welt und manche Menschen durch andere Augen sehen lässt und einem zum Nachdenken bringt. Teilweise war es aber auch rührend und „herz“zerreißend und nach diesem Buch weiß, man alles was man hat zu schätzen. Ein schönes Buch für Zwischendurch. Eure Sienna ; )

PS: Das Ende war so rührend, das ich beinah weinen musste, wieso das Buch bei mir in der Rangfolge aufsteigt. Die Protagonistin wurde mir so sympathisch das ich sie am liebsten persönlich kennen würde! <3

Hi! Schön das du hier her gefunden hast! Mein Name ist Sienna und ich bin leidenschaftliche Leserin, liebe den Geruch von Büchern und bin möchte-gern-Schriftstellerin. Meinen Alltag verbringe ich mit Lesen, schreiben, bloggen und zeichnen oder malen!

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